Cartier: Luxus nicht nur für das Handgelenk

19 Nov 10:00 am

Geht es um luxuriöse Uhren und Schmuck ist das französische Unternehmen Cartier, das zum Luxusgüterkonzern Richemont mit Sitz in der Schweiz gehört, eine feste Größe. Eigentlich wollte Louis-Francois Cartier 1847 nur ein exklusives Schmuckatelier in der Modehauptstadt Paris gründen. Doch sein Sohn Louis eroberte zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit einer bahnbrechenden Entwicklung auch die Welt der Uhren im Sturm: Denn die erste praxistaugliche Armbanduhr stammt aus dem Hause Cartier.

Die Anregung für diese Entwicklung stammte von Alberto Santos-Dumont, der mit Louis Cartier befreundet war. Er wollte eine Uhr haben, die er im Cockpit seines Flugzeuges praktischer bedienen konnte als die damals verbreiteten Taschenuhren. Cartier benannte die Armbanduhr “Santos” und brachte sie 1911 auch in den Handel.

Weitere legendäre Uhrenmodelle aus dem Hause Cartier sind die Pasha, die nach dem Pascha von Marrakesch benannt wurde, sowie die 1917 entwickelte “Tank”, die bis heute fast unverändert erhältlich ist. Vom Design her orientierte sich Cartier an den legendären englischen Kampfpanzer Mark IV. Nachdem Frankreich durch amerikanische Truppen befreit war, überreichte Louis Cartier die beiden neuen Uhrenmodelle dem kommandierenden General John Joseph Pershing. Bei den Uhren arbeitet Cartier eng mit dem Schweizer Unternehmen Jaeger-LeCoultre zusammen.

Zum weiteren Sortiment von Cartier gehören exklusive Brillen, Lederwaren, Parfüms, Feuerzeuge, aber auch Schreibgeräte und weitere Accessoires sowie Schmuck. Hier ist das Markenzeichen des Unternehmens der Panther, der in vielen Variationen auf dem Schmuck von Cartier vorkommt. Dessen Augen bestehen meistens aus Smaragden, während die charakteristische Zeichnung des Fells meist mit Onyx oder Saphiren gestaltet wird.

Mittlerweile gehört Cartier zum Schweizer Luxusgüterhersteller Richemont, der erst 1988 vom südafrikanischen Milliardär Anton Rupert gegründet wurde. Mit 18.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von mehr als fünf Milliarden Euro gehört die Aktiengesellschaft, die an der Schweizer Börse notiert ist, zu den größten Herstellern von Luxusgütern weltweit.

Bildquelle: Meike Pantel / Pixelio

Tags: , ,

Kommentare sind geschlossen