Die Rolex: Die Wurzeln des Mythos

07 Nov 11:17 am

Rolex, der Name steht für höchste Qualität und puren Luxus am Handgelenk. Die Rolex SA hat ihren Sitz in Genf und betreibt eine große Manufaktur in Biel. Weil Rolex zwar einerseits im oberen Preissegment angesiedelt ist, andererseits aber auch einen starken Markennamen hat, gilt diese Königin der Uhren als eine der meistkopierten Uhrenmarken der Welt.

Gegründet wurde das Unternehmen 1905 von Hans Wilsdorf, der etwa fünf Jahre vor der Firmengründung aus Kulmbach in die Schweiz auswanderte. Er fand eine Anstellung bei einem Import-Export-Geschäft. Das Geschäftsmodell: Er orderte Taschenuhren bei verschiedenen Uhrmachermeistern, erhielt für diese ein Genauigkeitszeugnis und exportierte sie nach Großbritannien. Nachdem das Modell erfolgreich war, machte er sich in London selbstständig und importierte Uhren des Schweizer Unternehmens Aegler SA. Weil es in jenen Jahren üblich war, dass die Uhren die Namen des Händlers trugen und nicht die des Herstellers, erschuf er das Phantasiewort ROLEX. Der Grund: Dieser Name klingt gut, ist leicht im Kopf zu behalten, und ebenfalls wichtig: Er wird in allen Sprachen gleich ausgesprochen.

Damit war Rolex die erste Firma, welche den Markennamen auf dem Ziffernblatt stehen hatte. In den 1940er Jahren folgte außerdem die fünfzackige Krone über dem Schriftzug. In den ersten Jahren wurde noch am Design gefeilt, doch das heutige Gesicht der Rolex steht seit den 1950er Jahren fest.

Den Markennamen ließ Hans Wilsdorf 1908 offiziell registrieren, und schon zwei Jahre später bewies er, dass er seiner Zeit weit voraus war: Armbanduhren verbreiteten sich erst ab den 1920er Jahren, vorher war man der einhelligen Meinung, dass die Gehäuse der Armbanduhren zu klein seien, um ein präzises Uhrwerk hineinbauen zu können. Hans Wilsdorf bewies seinen Zeitgenossen jedoch das Gegenteil und wurde 1910 für seine Armbanduhren ausgezeichnet. Fünf Jahre später wanderte Hans Wilsdorf allerdings wieder zurück in die Schweiz. Der Grund: England hatte eine Importsteuer für Uhren erhoben, so dass sich das Import-und Exportgeschäft in London nicht mehr lohnte.

Bildquelle: Oxfordian Kissuth / Pixelio

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