Schweizer Diamanten- und Weißgolduhr

29 Nov 10:00 am

Bereits in der Antike war die Uhr ein Gerät, nachdem man sich zu richten hatte. Gesprächszeiten vor Gericht oder die Öffnungszeiten der Stadttore wurden von Uhren abhängig gemacht. Wer die Zeit ablesen konnte, hatte Macht. Kaiser Augustus erkannte um Christi Geburt die Prestigeträchtigkeit von Uhren. So ließ er sich eine 30 Meter hohe Sonnenuhr bauen, deren Skala über 200 Meter im Durchmesser betrug. Über König Ludwig XIV setzte sich der Wunsch nach Luxusuhren in unsere heutige Zeit fort.

Insbesondere Schweizer Manufakturen haben sich den Diamantuhren verschrieben. Schweizer Diamantuhren können natürlich nicht „von der Stange“ gekauft werden, daher ist die exakte Preisnennung hinfällig. Die derzeit teuerste Uhr ist die „Chopard 201 Karat“ für 25 Millionen Dollar. Das Ablesen der Zeit ist bei diesem Chronometer eher nebensächlich geworden. Um das Zifferblatt sind drei herzförmig geschliffene Diamanten mit 15,12 und 11 Karat angeordnet. Mehr als 800 weitere gelbe und weiße Diamanten verzieren das Armband mit einem insgesamt 163-karätigen Blumenmuster. Um den Sinn der Ansammlung von Edelsteinen zu wahren, versah Chopard dieses Schmuckstück mit einem Federmechanismus. Dieser wird auf Knopfdruck aktiviert, lässt die drei herzförmigen Diamanten zur Seite gleiten und gibt den Blick auf das Zifferblatt frei. Für weniger betuchte Herren hat der Schweizer Franck Muller seine „Aeternitas Mgea 4“ geschaffen. 2,7 Millionen Dollar kostet der Zeitmesser, an dem der Nobeluhrmacher 5 Jahre arbeitete. Das 18-karätige Ensemble besteht insgesamt aus 1.483 Komponenten.

Selbstverständlich sind diese Uhren nicht als Gebrauchsgegenstand anzusehen. Euroskeptiker versuchen dem Verfall des Papiergeldes zu entkommen, indem sie in Sachwerten anlegen. Wem Immobilien und Reingold zu langweilig sind, wird sich auf Schmuck und Uhren konzentrieren. Investoren aus dem In- und Ausland greifen auf Luxusuhren zurück. Sie können erstens im Safe aufbewahrt werden und verlieren zweitens nicht an Wert. Insbesondere die USA und China greifen in den letzten Jahren verstärkt auf dem europäischen Uhrenmarkt zu.

Bildquelle: Lupo / Pixelio

Tags: , ,

Kommentare sind geschlossen