Das muss ein Uhrmacher können

15 Nov 10:00 am

Der Beruf des Uhrmachers darf als einer der vielfältigsten Handwerksberufe gelten. Denn zu seinen Aufgaben gehört nicht nur das Herstellen, die Wartung und die Reparatur von Uhren, sondern auch deren Konstruktion.Wer Uhrmacher werden möchte, kann den Beruf entweder in einem Betrieb mit begleitender Berufsschule erlernen oder eine Uhrmacherschule besuchen. Die Ausbildung schließt er in Deutschland nach drei Jahren mit dem Gesellenbrief ab, in Österreich dauert die Ausbildung dreieinhalb Jahre, während sie in der Schweiz – je nach Fachgebiet – bis zu vier Jahren dauern kann. Anschließend kann der Uhrmacher eine Fortbildung zum Meister absolvieren.

Eine grundsätzliche Unterscheidung erfolgt bei der Ausbildung übrigens zwischen Handwerk und Industrie. Denn während in Industriebetrieben das Herstellen von Uhren, aber auch von anderen feinmechanischen Messgeräten gefragt ist, steht im Handwerk der Service für den Kunden im Vordergrund. Hier geht es in erster Linie darum, die Geräte zu warten und gegebenenfalls auch zu reparieren.

Ein relativ neues Fachgebiet, das in Deutschland erst 2007 eingeführt wurde, ist die Restauration von alten Uhren. Wer einen Meisterbrief besitzt, kann diese Fortbildungsmöglichkeit nutzen. Der Grund für diese Einrichtung besteht darin, dass die Handwerker in ihrem beruflichen Alltag immer öfter mit historischen Objekten umgehen müssen. Diese erfordern natürlich auch einen ganz anderen Umgang als moderne Uhren. Damit bekommen die Kunden, egal ob private Sammler oder Museen, die Gewähr, dass sie ihre wertvollen Objekte in fachkundige Hände geben.

Grundsätzlich arbeiten die Uhrmacher sehr selbstständig und sind für ihre Projekte sowohl für die Informationsbeschaffung, etwa technischer Unterlagen, bis hin zur Ausführung verantwortlich. Weil Uhrmacher eine umfassende technische Grundausbildung genießen, sind sie auch in anderen Bereichen, wo es sehr stark auf Genauigkeit ankommt, gefragt. Dazu gehören beispielsweise der Flugzeug- und Musterbau, aber auch Betriebe, die im Bereich der Mess- und Regeltechnik arbeiten. Ein wichtiger Teil der Arbeit besteht auch in der Wartung, eventuell auch Herstellung, der Betriebsmittel, die er für die Arbeit braucht.

Bildquelle: Dieter Poschmann / Pixelio

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