Und die Uhr ist immer dabei

01 Oct 10:00 am

Uhren benutzen die Menschen bereits seit einigen Jahrtausenden. Das Wissen, wie spät es ist, war schon im Altertum wichtig. Allerdings benutzte man zu dieser Zeit hauptsächlich Sonnenuhren. Sie konnten nicht transportiert werden und waren an ihren Standort gebunden. Es dauerte noch viele Jahrhunderte, bis es Uhren gab, die man mitnehmen konnte, sodass man immer und überall über die Zeit informiert war.

Die ersten Uhren für die Tasche waren die Taschenuhren. Ihre Entwicklung wurde erst durch die Erfindung der Zugfeder ermöglicht. Vorher konnten Uhren nur mit einem Pendel angetrieben werden und ein solches war eindeutig zu groß für eine Uhr im Taschenformat. Durch die Zugfeder konnten Antrieb und Unruh mit Drehpendel das hängende Pendel ersetzen. Sie brauchten wesentlich weniger Platz innerhalb der Uhr.

Taschenuhren gab es ab dem frühen 15. Jahrhundert

Peter Henlein war einer derjenigen Uhrmacher, die tragbare Uhren fertigten. Ab dem frühen 15. Jahrhundert wurden nachweislich Taschenuhren gebaut. Bis die Uhr ihren Weg zum Handgelenk fand, vergingen aber nochmals fast 500 Jahre. Um die Wende des 20. Jahrhunderts befestigten die Damen ihre Taschenuhren in Armbanduhrgröße zunehmend an Bändern oder Ketten um das Handgelenk. Die Männer bezeichneten diesen Trend als „weibisch“ und hielten weiter an der Tradition fest, ihre Uhren in der Tasche zu tragen. In manchen Situationen aber erwies sich diese Art der Uhrenaufbewahrung als äußerst unpraktisch.

Im Jahre 1880 kam es zur ersten Serienfertigung von Armbanduhren in der Geschichte. Girard-Perregaux stellte eine Serie von Uhren für das Handgelenk im Auftrag der deutschen Kriegsmarine her. Weiterhin entdeckten Piloten die Vorzüge der Armbanduhr. Der aus Brasilien stammende Flugpionier Alberto Santos-Dumont ließ sich vom Pariser Uhrmacher Louis Cartier extra eine Uhr für Flieger anfertigen, die am Arm getragen werden konnte.

Der Erste Weltkrieg verhalf der Armbanduhr zum Durchbruch

Im Ersten Weltkrieg setzte sich die Armbanduhr beim Militär vollends durch. Das hatte ebenfalls die Akzeptanz in der zivilen Bevölkerung zur Folge. Noch vor Ende des Krieges war die Armbanduhr Standard geworden. Die Ära der Taschenuhren war damit beendet. Heute sind sie fast ausschließlich bei Liebhabern zu sehen. Die Armbanduhr allerdings trat ihren Siegeszug an und begeisterte fortan Männer, Frauen und Kinder. Unternehmen wie Citizen und Seiko sind nur zwei bekannte Namen für qualitativ hochwertige Armbanduhren.

Bildquelle: Kurt F. Domnik / Pixelio

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