Zenith: Eine Marke mit Tradition

02 Feb 10:00 am

Direkt im Herzen der Schweizer Uhrenindustrie, nämlich in Le Locle, gründete Georges Favre-Jacot die Uhrenmanufaktur Zenith. Ihr ursprünglicher Name lautete “Fabrique des Billodes”.

Nachdem die Firma bereits fast ein halbes Jahrhundert existiert hatte, wurde sie 1911 in eine Aktiengesellschaft umfirmiert, der neue Name lautete “Fabrique des Montres Zenith”. Der Namenszusatz Zenith geht dabei auf eine Legende zurück, die Georges Favre-Jacot selbst in die Welt gesetzt hatte.

Nachdem er ein Uhrwerk vollendet hatte, das ihm sehr viel perfekter erschien als alle anderen, die er bisher gefertigt hatte, trat er nach draußen und erlebte eine sternenklare Nacht. Er beobachtete den Himmel und das Zusammenspiel der Sterne am Firmament erschien ihm wie ein Uhrwerk. Deshalb benannte er das neue Uhrwerk ebenso wie seine Manufaktur nach dem Zenith, dem höchsten Punkt am Himmel. Denn als Zenith wird in der Astronomie der Punkt des Himmels bezeichnet, der sich unmittelbar über dem Beobachter befindet. Passend zu diesem neuen Namen wurde künftig ein fünfzackiger Stern als Logo geführt.

Nach zweijähriger Entwicklungsarbeit stellte Zenith das El Primero 1969 vor, ein automatisches Werk für Chronographen, welches es auf 36.000 Halbschwingungen pro Stunde brachte. Damit hatte Zenith seine Nase sogar vor etablierten Konkurrenten wie Hamilton-Büren oder Breitling.

Bis heute ist das “El Primero” das bekannteste Uhrwerk in seiner Klasse. Die hohe Schwingungsrate macht es vergleichbaren Konkurrenten überlegen. Dazu gehören etwa das Valjoux 7750 von ETA oder das Lemania 5100.

Seinen Status als echte Manufaktur unterstrich Zenith 1994, als es das Automatikwerk Elite präsentierte. Dennoch kam Zenith 1999 unter das Dach der LVMH-Gruppe mit Sitz in Frankreich.

Diese Aktiengesellschaft kontrolliert mehr als 60 verschiedene Luxusmarken und gilt als Weltmarktführer im Bereich der Luxusgüterindustrie. Entstanden ist die Unternehmensgruppe, als 1987 Moet Hennessy und Louis Vuitton fusionierten. Die damaligen Vorstände befürchteten eine feindliche Übernahme und entschlossen sich deshalb zu einem freiwilligen Zusammenschluss.

Bildquelle: Rudolpho Duba/ Pioxelio

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